Carl-Friedrich Rico zu Knyphausen, Elastic.io

Gastbeitrag*): Case Study: Wie elastic.io SaaS-Anbietern hilft mit Hilfe von Integrationen neue Umsatzquellen zu erschliessen

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Cloud Services und speziell Software-as-a-Service haben aus Sicht der Anwender unbestrittene Vorteile: Kostengünstiger Einstieg, Skalierbarkeit, kein Administrationsaufwand.
Jedoch stellt die Software für Geschäftskunden nur eine von mehreren Kostenkomponenten dar – ein weiterer, wesentlicher Hebel ist die Durchgängigkeit und Automatisierung von Geschäftsprozessen über Software-Anwendungen hinweg: Manuelle Brüche zwischen SaaS führen zu Fehleranfälligkeit und unnötigen Verlangsamungen von Prozessen – Integrationen über SaaS hinweg, die Datensätze in einem Workflow sequentiell bearbeiten („Cloud Service Integration“) oder zusätzliche Funktionaliäten („Cloud Service Brokerage“) bereitstellen, werden unabdingbar.


Daher stehen die Anwender vor der Wahl, entweder Integrationen selbst zu bauen bzw. von einem Spezialisten bauen zu lassen oder einen SaaS-Provider auszuwählen, der im Vorhinein schon in einem möglichst hohen Maß Integrationen mit anderen SaaS anbietet. Integrationen werden damit zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für oder gegen eine SaaS-Anwendung.

Für SaaS-Anbieter bedeuten Integrationen die Chance, sich zu differenzieren, Neukunden zu akquirieren und zusätzliche Einnahmen zu generieren. Trotz dem viele SaaS-Anbieter heute bereits Schnittstellen bereitstellen, fällt es ihnen oftmals schwer, genügend Ressourcen für die Erstellung & Pflege von Integrationen bereitzustellen, weil der Fokus auf das eigene Kernprodukt gelegt werden muss und vielfach eine Erwartungshaltung existiert, dass andere Parteien freiwillig die Integration übernehmen und die Verantwortung abgeschoben wird. Integrationen bedeuten einen erheblichen finanziellen und ressourcen-technischen Aufwand, da Schnittstellen unterschiedliche Formate, Syntax und Anforderungen haben, die im Durchschnitt ca. 10 Manntage eines Programmierers erfordern. Darüber hinaus entsteht ein hoher Pflegeaufwand von 4-5 Manntagen pro Monat pro Integration, da sich Schnittstellen häufig ändern, Fehler auftreten, die Performanz beobachtet und evtl. angepasst werden muss und Datensatze zwischengespeichert werden müssen, die nicht migriert werden konnten.

Mittlerweile hat sich daher eine neue Generation von Dienstleistern für Integrationen etabliert, die als Spezialisten für Schnittstellen Software-Anbietern und Unternehmen mit Schnittstellen (APIs) helfen, die Integrationen zu bauen und zu pflegen. Ähnlich wie in der Autoindustrie, wo die großen Fahrzeughersteller Systemintegratoren geworden sind, ist auch in der Software-Industrie beobachtbar, daß neue Usecases und Funktionen durch die Integration von Software entstehen.

Einen besonders interessanten Ansatz verfolgt dabei die elastic.io GmbH aus Bonn, die als Technologie eine eigen-entwickelte „Integration-Platform-as-a-Service“ (iPaaS) verwendet, um die Erstellung und Pflege von Integrationen für Software-Anbieter zu „industrialisieren“.

Der elastic.io iPaaS kann über Konnektoren zu den Schnittstellen der SaaS-Anbieter mit verschiedenen Schnittstellen-Formaten umgehen, Daten auslesen, mappen, filtern und schliesslich im Wunschformat wieder ausgeben. Zudem ist der iPaaS über eine graphische Nutzeroberfläche bedienbar, über den sich beliebige Kombinationen aus Software-Anwendungen realisieren lassen. Durch diese Flexibilität und die Möglichkeit die Konnektoren wiederzuverwenden kann elastic.io die Kosten für Integrationen im Verhältnis von ca. 1:4 senken. Damit sinken die Eintrittshürden für SaaS-Anbieter ihren Anwendern neue Integrationen anbieten dramatisch. Die Integration wird von dem Software-Anbieter sowohl als Instrument der Neukundengewinnung als auch ein Mehrwert an bestehende Kunden verkauft (Upsell). Elastic.io realisiert eine Reihe von Usecases für seine SaaS-Kunden, z.B.

  • die automatisierte Kontaktsynchronisation zwischen einem CRM-Tool und einem Rechnungsstellungstool
  • Automatisierte Datenqualitätsüberprüfung in einem CRM-Tool
  • Übertragung von Zeiterfassungen für Projekte in ein Abrechnungs-Tool
  • Backup von Dokumenten aus verschiedenen Anwendungen auf Tools wie Dropbox, Google Drive und box.com
  • Automatische Speicherung von Emailanhängen in der Dropbox
  • Versand von Emails über spezialisierte Emailversandanbieter direkt aus CRM-Tools heraus, welches umfangreiche Tracking-Möglichkeiten bietet
  • Anreicherung von Daten im CRM-Tool aus verschiedenen Quellen, z.B. aus Mailing-Tools, aus Rechnungsstellungs-Tools, aus Shipping-Tools

*) Über den Autor:
Carl-Friedrich Rico zu Knyphausen ist Co-Founder and Chief Commercial Officer von Elastic.io.
Kontaktdaten: Tel.: +491743384248, Email: rico.zu.knyphausen[at]elastic.io



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