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GfK: “Software-as-a-Service heute noch nicht wettbewerbsfähig …”

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In einem Gespräch mit dem Newsportal für den IT-Handel “IT-Business” geht Dr. Rudolf Aunkofer, Global Director IT bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) doch recht hart mit dem SaaS-Modell ins Gericht. Die Erwartungen auf massive Umsätze im Bereich Software as a Service (SaaS) hält er derzeit für “überzogen”.

Und so dämpft er auch gleich die euphorischen Erwartungen für den deutschen SaaS-Markt für das Jahr 2010. “Insgesamt rechnen wir in Deutschland – insbesondere bei SMB- und Privatkunden mit einer positiven, aber deutlich verhalteneren Entwicklung als zum Beispiel in Frankreich oder speziell in Großbritannien,” lautet seine eher bescheidene Prognose im Interview mit IT-Business (vgl. http://www.saas-forum.net/saas-laendervergleich-deutschland-laeuft-hinterher.html).

Als Begründung dafür gibt Dr. Aunkofer an, dass Privatkunden, aber auch kleinere Firmen meist mit den über den Einzelhandel verkauften Softwarepaketen alles hätten, was sie benötigen, also eigentlich keinen Gründ hätten, auf das SaaS-Modell umzusteigen. Beim immer wieder zitierten Kostenvorteil von SaaS-Lösungen hegt der Marktforscher momentan noch Zweifel. Außerdem kämen die aus seiner Sicht – “typisch deutschen” – Sicherheitsbedenken dazu.

Auf Seiten der Systemhäuser sieht Dr. Aunkofer die Profiteure aus dem SaaS-Trend allenfalls bei größeren und spezialisierten Systemhäusern. Die meisten kleinen oder mittleren Systemhäuser erwirtschaften nach seiner Aussage ihre Umsätze aber hauptsächlich mit Vor-Ort-Dienstleistungen (Installation, Wartung, Reparatur) und werden deshalb nur wenig vom Trend profitieren. Auch für den Fachhandel sieht er kurzfristig wenig Möglichkeiten, am Cloud Computing-Hype zu partizipieren, er stellt sich langfristig sogar die Frage, ob Cloud-Geschäftsmodelle für den Fachhandel überhaupt noch Platz bieten.

Ein weiteres Problem des kurzfristigen XaaS-Marktwachstums sieht Dr. Aunkofer in der frühen Phase, in denen sich diese Märkte befinden. “Auch Eins und Eins ergibt eine Wachstumsrate von 100 Pozent”, stellt er eine einfache, aber eher ernüchternde Rechnung auf. Um mittelfristig wirklich zum Massenmarkt zu werden, müssen laut Dr. Aunkofer die Angebote einfach noch wettbewerbsfähiger werden.

Das vollständige Interview finden Sie online unter: http://www.it-business.de/news/marktforschung/trends/entwicklung/articles/252196/index.html


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Ein Kommentar

  1. Der SaaS Markt steht sicherlich noch am Anfang, aber das heißt ja nicht, dass er nicht wettbewerbsfähig ist, eher noch relativ unbekannt. Beim Stichwort Sicherheit sehe ich definitiv eher einen Vorteil in Software as a Service Technik, denn die läuft in aller Regel auf modernsten Servern in hochsicheren Rechenzentren und über verschlüsselte Kommunikation auch äußerst sicher, was man von den meisten in kleinen und mittelgroßen Unternehmen stehenden Servern nur selten behaupten kann. Bei durch die aktuelle Wirtschaftskrise akutem Kosten Druck sehe ich in SaaS Technik einen echten Vortreil, wenn man mit modernster Software konkurrenzfähig arbeiten möchte bzw. muss.

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