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Pironet Desktop-as-a-ServicePironet - Desktop-Virtualisierung und Virtual Desktop Infrastructure (VDI): Lieber Maßanzug als "Unisex"

Eigentlich könnten Büros und Heimarbeitsplätze richtig schick sein. Nein, nicht nur dann, wenn sich auf ihnen sündhaft teure Design-Rechner eines bestimmten Herstellers mit einer Affinität zu Obst breit machen. Eine Aufwertung wäre bereits, würde ein Mitarbeiter keinen Rechenboliden unter dem Schreibtisch benötigen, um auf seine Arbeitsumgebung zuzugreifen. Oder wenn er Büro-Applikationen, Mails und Dokumente auch auf einem Tablet-Rechner (es muss ja nicht das Modell besagter Firma mit Apfellogo sein), Smartphone oder dem privaten Notebook zur Verfügung hätte.

Geht nicht? Doch, wenn die Desktop-Umgebung von ihren Hard- und Software-Fesseln befreit wird. Das Zauberwort heißt “Desktop-Virtualisierung”. Leider hat sich einige Verwirrung breit gemacht, was die Bedeutung von Desktop-Virtualisierung betrifft. Teils werden altbekannte Client-/Server-Konzepte darunter verstanden, teils “Managed-Desktop-Virtual-Machines”, “Application Streaming” oder “Virtual Desktop Infrastructure”, kurz VDI.

iPad als Endgerät (Bildquelle: Pironet NDH)

Besser ein iPad als ein klobiger Desktop-Rechner: Mit “Desktop as a Service” stehen Windows-Desktop-Umgebungen auch auf einem Tablet-Rechner zur Verfügung – mittels Browser (Foto: Apple)

Sie alle verbindet der Ansatz, den lokalen Desktop samt Betriebssystem, Applikationen und Daten nicht mehr auf dem lokalen Rechner zu betreiben, sondern als virtuellen Desktop im Rechenzentrum – oder zumindest digitale Abziehbilder des lokalen Desktops im Rechenzentrums vorzuhalten, um den PC des Anwenders bei Bedarf vollautomatisch wieder aufzusetzen.

Anwendungen werden auf den Desktop “gestreamt”

Beginnen wir mit einer Technologie, die manche Anbieter ihren Kunden gerne als Desktop-Virtualisierung “unterjubeln”: der Anwendungs-Virtualisierung oder “Application Streaming”. In diesem Fall wird auf dem Client-System ein Agent installiert, etwa ein App-V-Agent von Microsoft. Er ist das Bindeglied zwischen dem Client-Rechner und der Anwendung. Die lagert auf einem Server im Rechenzentrum und wird für alle Client-Systeme zentral bereitgestellt. Auf dem Client läuft sie in einem abgeschotteten Bereich, einer “Sandbox”.

Der Vorteil dieses Ansatzes: Der Anwender kann auch Applikationen nutzen, die nicht mit dem Betriebssystem eines Client-Rechners zusammenarbeiten und Probleme mit anderer Software haben, die auf dem Client installiert ist. Zudem ist es möglich, die virtualisierten Anwendungen auch lokal auf einem Rechner auszuführen. Es ist nicht unbedingt eine Netzwerkverbindung erforderlich.

Ein Haken bei Anwendungs-Virtualisierung ist, dass Applikationen angepasst werden müssen, sollen sie in einer solchen Umgebung reibungslos laufen. Je nach Anwendung kann das für die IT-Abteilung einen erheblichen Aufwand bedeuten. Hinzu kommt, dass sich die Virtualisierung auf Anwendungen beschränkt und keine komplette Arbeitsumgebung einschließt.

Server-based Computing heißt nun Presentation Virtualization

Auch ein guter alter Bekannter taucht in der Riege der Lösungen für Desktop-Virtualisierung auf: das Server based Computing, auch bekannt als Terminal Services. Nun wird dieser Ansatz auch unter Begriffen wie Presentation Virtualization oder Session Virtualization gehandelt. Das ändert jedoch nichts an der Verfahrensweise: Anwendungen lagern auf einem Host-Rechner (Server), und die Arbeitsstationen, häufig Thin-Client-Systeme, greifen über ein Netzwerk darauf zu. Auch die Video-, Tastatur- und Maussignale werden vom Endgerät, dem Thin-Client, zum Server und zurück übermittelt.

IT-Kosten im Mittelstand (Bildquelle: Pironet NDH)

Häufig unterschätzt: Klassische “Fat Clients” wie Windows-Arbeitsplatzrechner sind vor allem wegen der hohen Betriebs- und Wartungskosten ein teurer Spaß (Grafik: Fraunhofer-Institut UMSICHT)

Der Charme dieses Konzepts besteht darin, dass deutlich “schlankere” Endgeräte ausreichen, ohne Festplatte und Hochleistungsprozessor. Diese Systeme benötigen weniger Strom als beispielsweise ein ausgewachsener PC – und sind einfacher zu warten. Denn “böse” User können nicht eigenmächtig Anwendungen auf ihrem Arbeitsplatzrechner installieren. Weitere Vorteile:

  • ein zentrales Backup von Anwendungsdaten,
  • ein einfacheres Management der Clients, weil keine individuellen Konfigurationen unterstützt werden müssen,
  • ein hohes Maß an Sicherheit und
  • die gute Skalierbarkeit.

Doch nun zur “dunklen Seite der Macht”, und die hat es in sich. Denn weder ein Offline-Betrieb ist möglich noch das Personalisieren der Desktops. Das heißt, jeder User bekommt einen 08/15-Desktop. Das ist weder sonderlich motivierend noch fördert es das kreative Arbeiten. Wie auch, in einem “One-fits-all”-Anzug respektive -Kostüm.

In der Praxis treten zudem immer wieder Probleme mit Multimedia-Anwendungen auf, und das in einer (Arbeits-)Welt, die immer stärker in diese Richtung geht. Man denke an Collaboration- und Videokonferenz-Tools. Somit kommen Terminal Services vor allem für einfachere Anwendungen in Betracht, etwa in einem Callcenter an Rechner-Arbeitsplätzen, die keine “Rich Clients” mit vielen Funktionen erfordern.

Client Hosted VDI: Auch offline mit dem virtuellen Desktop arbeiten

Ja, wo bleibt denn nun die “echte” Desktop-Virtualisierung, mag sich mancher fragen? Voilà, hier ist sie, etwa in Form von “Managed Desktop Virtual Machines”, wie die IT-Beratungsgesellschaft Experton Group diesen Ansatz tituliert. Die Konkurrenten von IDC schreiben von “Distributed Virtual Desktop – local hosted”. Das klingt fast wie der Titel des jüngsten Konzeptalbums einer Avantgard-Jazz-Combo. Am meisten Sinn macht die Bezeichnung Client Hosted VDI. Sie lässt auf den ersten Blick erkennen, wo die Desktop-Umgebung läuft, also die Hauptrechenlast anfällt.

Digital Virtual Desktop (Bildquelle: Pironet NDH)

Eine Option, um einen virtualisierten Desktop bereitzustellen: Auf einem “normalen” Client-System läuft der Desktop in einer Virtual Machine (rechts). Das lässt sich auch auf einem Endgerät bewerkstelligen, auf dem kein Betriebssystem vorhanden ist (links) (Grafik: IDC)

Bei Client Hosted VDI wird ein Desktop-Image jedes Client-Systems zentral auf einem Server vorgehalten und bei Bedarf, etwa bei einer Neu-Installation, über das Netzwerk zu den Clients übertragen. Die technische Wartung des Rechners vor Ort entfällt somit. Auf dem Endgerät laufen Desktop und Applikationen gekapselt in einer virtuellen Maschine. Das Client-System ist die Trägerplattform des Desktops. Dieser steht somit auch dann zur Verfügung, wenn das System nicht an ein Netzwerk angekoppelt ist – gewissermaßen als Rechner im Rechner. Der Nutzer hat hier deutlich mehr Freiheiten als bei Terminal Services. So kann er eigene Software installieren und sich seinen Desktop nach seinem Gusto einrichten.

Ein klassisches Einsatzgebiet von Client Hosted VDI sind Desktop-Umgebungen, auf die ein Anwender auch unterwegs zugreifen will. Also Desktop-Virtualisierung im Offline-Betrieb. Auch für Subunternehmer oder Partner, die im Rahmen bestimmter Projekte an die Unternehmens-IT angekoppelt werden müssen, kommt diese Lösung in Betracht.

Zentrale Verwaltung

Vorteil von Client Hosted VDI: Die Desktop-Images lassen sich zentral aufsetzen und managen, inklusive der Anwendungen, die darüber bereitgestellt werden. Allerdings kann sich der Aufwand schnell erhöhen, vor allem dann, wenn unterschiedliche Desktops für einzelne Benutzergruppen vorgehalten werden müssen. Auch in Bezug auf die IT-Sicherheit bietet der Ansatz Vorteile, weil sich zentrale Security-Konzepte relativ “easy” umsetzen lassen.

Bei Client Hosted VDI müssen eben doch relativ “fette” Client-Systeme zum Zuge kommen, inklusive aller Nachteile wie Anschaffungs- und Wartungskosten. Denn die Hauptrechenlast muss der Client-Rechner bewältigen. Zudem erfordert die Verwaltung der Virtual Machines ein gehöriges Maß an Know-how, das in vielen Unternehmen, vor allem mittelständischen Betrieben, nicht in jedem Fall vorhanden ist. Hinzu kommt, dass bei der Wahl der Endgeräte darauf geachtet werden muss, dass diese über genügend Leistungsreserven verfügen, damit die VM mit ansprechender “Performance” läuft.

Und noch ein Pferdefuß: Es können nur Endgeräte eingesetzt werden, für die auch entsprechende Virtualisierungs-Software zur Verfügung steht. Wer “mal eben schnell” von seinem Android-Smartphone oder einem Tablet-Rechner auf seinen Desktop zugreifen möchte, hat möglicherweise Pech gehabt. Denn Virtualisierungs-Software für Smartphones, wie etwas das “Blackberry”, steckt noch in den Kinderschuhen.

Server Hosted VDI: Mittelweg zwischen dem Desktop von der Stange und Maßanfertigung

Noch relativ neu ist der Ansatz Server Hosted VDI. Ebenso wie bei der Variante Client Hosted VDI haben die Nutzer weitreichende Einstellungsmöglichkeiten für ihren Desktop und können je nach Zugriffsrechten sogar eigene Software installieren. Doch bei Server Hosted VDI läuft der Desktop nicht auf dem lokalen Rechner, sondern im Rechenzentrum und setzt mithin eine ständige Onlineverbindung voraus.

Server Hosted VDI stellt somit eine interessante Ergänzung zu Terminal Services dar. Mit beiden lassen sich stationäre Desktop-Landschaft in Büros virtualisieren. Für Nutzer mit Standardaufgaben reichen in der Regel Arbeitsumgebungen auf Basis standardisierter Terminal Services. Power User erhalten mehr Freiraum über Server Hosted VDI.

Hilfreich ist diese VDI-Variante auch für Nutzer unterwegs und im Home-Office, die sowohl mit einem lokalen System arbeiten als auch auf den virtualisierten Desktop zugreifen. So können Anwender auch mit privater Hardware sicher auf ihren Büro-Desktop, Anwendungen und wichtige Dokumente zugreifen.

Bring your own PC

Mit Server Hosted VDI ist nun endlich auch der Einsatz privater Hardware im Büro, bisher ein rotes Tuch für die IT-Verantwortlichen in Unternehmen, kein Problem mehr. Denn über den virtuellen Desktop können Nutzer beispielsweise auch ihren privaten Windows-, Apple-, Linux- oder Android-Rechner ohne Probleme und Sicherheitslecks ins Büronetz einhängen. Drucker, Serverlaufwerke und Applikationen werden automatisch erkannt. Sie brauchen lediglich einen Netzanschluss und einen Webbrowser.

Den Desktop aus der “Wolke” holen

Es ist erkennbar, dass alle genannten Ansätze ein Janus-Gesicht haben: Unbestreitbaren Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber. Vor allem Unternehmen, die in Eigenregie eine virtualisierte Desktop-Welt aufbauen möchten, dürften gehörig ins Schwitzen geraten: Der Planungsaufwand ist nicht zu unterschätzen, auch nicht das erforderliche Fachwissen. Zudem steht und fällt Desktop-Virtualisierung mit einem hoch zuverlässigen Rechenzentrum, eines mit leistungsfähigen Servern und Storage-Systemen sowie den entsprechenden Sicherheits- und Backup-Lösungen.

Desktop-as-a-Service (Bildquelle: Pironet NDH)

Desktop as a Service ist ein Angebot, das Pironet über die “Business Cloud” bereitstellt

Kein Wunder, dass Beratungsfirmen wie IDC davor warnen, den Aufwand zu unterschätzen, den Desktop-Virtualisierung mit sich bringt. Also aus der Traum, speziell für mittelständische Firmen? Nein, denn gerade Unternehmen dieser Kategorie sollten sich einmal Cloud-gestützte Virtual-Desktop-Ansätze ansehen, etwa “Desktop as a Service” (DaaS) von Pironet. Den Kern bildet eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI), die allerdings nicht über das kundeneigene Data Center, sondern das Hochsicherheits-Rechenzentrum des Dienstleisters bereitgestellt wird. VDI heißt, dass auf Servern wahlweise individuelle Abbilder von Desktop-Umgebungen lagern oder Standard-Desktops, die sich allerdings noch für den Funktionsbedarf unterschiedlicher Nutzergruppen auslegen lassen. Jeder User hat somit “seine” Umgebung.

Dezentral und…

Das macht das Arbeiten für den User einfacher und auch motivierender: Keine “Unisex”-Wald-und-Wiesen-Arbeitsumgebung, sondern gewissermaßen ein Maßanzug. Je nach Anwendergruppe lassen sich Spezialapplikationen in die Umgebung einbinden.

Erfolgt der Zugang zur Arbeitsumgebung via Browser, entfällt auch das Problem mit dem “Es passt nur ein Endgerät”: Ob PC, Smartphone, Notebook oder Tablet: Der Nutzer hat die freie Wahl, was sein Arbeitswerkzeug betrifft. Gerade diese Flexibilität ist in der heutigen Arbeitswelt fast schon ein “Muss”. Zudem ermöglicht DaaS von Pironet über Client Hosted VDI auch das Offline-Arbeiten mit dem virtuellen Desktop aus der Cloud.

…doch zentral

Ein Konzept, wie es Pironet anbietet, sprich Windows-Desktops werden mittels Cloud Computing “ausgeliefert”, bietet zudem die Vorteile eines zentralen Ansatzes: hohe Sicherheit, zentrales Management der Desktops durch Fachkräfte, regelmäßiges Sichern von Daten wie Arbeitsdokumenten und E-Mails, Verschlüsselung wichtiger Informationen und eine “starke” Authentifizierung der Nutzer.

Auch was die Skalierbarkeit betrifft, hat ein solcher “Cloud-Desktop” Vorzüge: Neue Nutzer beziehungsweise deren Arbeitsumgebungen lassen sich innerhalb weniger Minuten konfigurieren und freischalten. Das mühselige Client-Management, das gerade in kleineren Unternehmen oft auf dem “Turnschuh-Netz” basiert, entfällt damit: Kein mühseliges Aufsetzen eines Rechners, dann das System vor Ort installieren – und bei jedem Support-Anruf (“Ich kann nicht drucken!”) wieder bei besagtem Kollegen vorbeischauen, um das Problem zu lösen.

Für Anwender, die Standardapplikationen wie Office, SAP oder E-Mail nutzen, ist der “Desktop aus der Wolke” eine Alternative zum Do-it-yourself-Modell. Zudem ist DaaS erweiterbar. Pironet plant beispielsweise die Integration weiterer Anwendungen – je nach Anforderung der Nutzer. Zudem ist eine “Self-Service-Funktion” angedacht: Die IT-Abteilung eines Unternehmens oder einer Organisation kann dann selbstständig neue virtualisierte Windows-Arbeitsplätze ordern oder für vorhandene Desktops Anwendungen hinzufügen – wie bei einem Baukasten.

Fazit

Das “Desktop-as-Service”-Modell von Anbietern wie Pironet ist eine gelungene Mischung aus Desktop-Virtualisierung und Cloud Computing – also gleich zwei Zukunftstechnologien. Selbstverständlich gilt es erst einmal abzuwarten, wie sich DaaS in der Praxis bewährt. Und natürlich gibt es auch bei DaaS “Knackpunkte”, etwa dass ohne die Variante Client Hosted VDI eine Internet- beziehungsweise Netzwerkverbindung nötig ist, um auf die Arbeitsumgebung zugreifen zu können.

Desktop-as-a-Service von Pironet (Bildquelle: Pironet NDH=

Windows, Office, Exchange, Sharepoint, Backup – alles dabei: Eine komplette Desktop-Umgebung lässt sich auch als Cloud-Computing-Service beziehen, etwa bei Pironet

Doch wer das als – im wahrsten Sinne des Wortes – “Killer”-Kriterium betrachtet, sollte einmal einen Blick auf die aktuellen Trends werfen: Microsoft, Adobe, Google, Salesforce und viele andere verlagern alle möglichen Anwendungen in die Cloud: vom Office-Paket bis hin zum CRM-System. Warum also nicht dasselbe mit dem kompletten Desktop tun?

Und wenn der Chef dadurch auch noch Kosten spart, ist als “Client-System” unter Umständen sogar ein wirklich schickes Gerät drin, vielleicht sogar ein Design-Teil eines Herstellers mit einer gewissen Affinität zu Obst.

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