Bruno Wallraf, KPMG, Cloud Monitor 2012, EuroCloud Conference 2012

Cloud Monitor 2012: “In meinen Augen hat es sich noch nicht so entwickelt, wie ich es gehofft hätte oder wie viele es erwartet haben”

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Dieses doch eher ernüchternde Fazit zum Thema Cloud Computing in Deutschland zieht Bruno Wallraf, Partner der KPMG AG, in einem Interview auf der EuroCloud Deutschland Conference 2012. Der Unternehmensberater hatte dort die Ergebnisse des KPMG Cloud Monitor 2012 vorgestellt. “Die Bedenken sind noch zu groß und es gibt zu viele Unternehmen, die sich noch gar keine Gedanken über Cloud Computing machen”, erklärt Wallraf auf die Frage zur aktuellen Entwicklung des Themas Cloud Computing in deutschen Unternehmen. Ermutigend sei allenfalls, dass diejenigen, die Private Cloud-, aber auch Public Cloud-Angebote nutzen, damit sehr zufrieden seien. Insgesamt sei das Nutzerverhalten aber noch sehr gering.


Kritisch geht Bruno Wallraf mit der IT-Branche ins Gericht: “Selbst in der ITK-Branche, die ja eigentlich Vorreiter zum Thema Cloud Computing sein sollte, gibt es noch ein Drittel Unternehmen, die sagen, Cloud Computing käme für sie nicht in Frage.” Die größte Herausforderung sieht Wallraf darin, die Vorurteile und Bedenken gegenüber Cloud Computing abzubauen. Die eigene Studie wie auch andere Marktanalysen zeigten, dass insbesondere die Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes doch in vielen IT-Abteilungen präsent sei.

Hype ist immer viel Emotion und wenig Realitätssinn

Eine wichtige Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung des Cloud Computing-Marktes in Deutschland sieht Bruno Wallraf in der Tatsache, dass der anfängliche Hype nun endlich einer seriösen Betrachtungsweise des Themas gewichen sei. “Hype ist immer viel Emotion und wenig Realitätssinn”, zeigt er sich im Interview über die aktuelle Entwicklung erleichtert.



Cloud Monitor 2012: Cloud-Computing ist in der Realität angekommen

Die Studie „Cloud-Computing in Deutschland“ wurde im Auftrag von KPMG und in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband BITKOM erstellt und von dem Marktforschungsunternehmen PAC durchgeführt. Die Studie ist dabei über einen Zeitraum von vier Jahren angelegt, um Entwicklungen und Veränderungen im Zeitablauf zu untersuchen. Die Stichprobenstruktur erlaubt zudem, die Besonderheiten in einzelnen Branchen und Größenklassen darzustellen.

Die aktuelle Befragung erfolgte in Form telefonischer Interviews Ende 2011. Die diesjährige Stichprobe umfasste 411 Personen in deutschen Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern. Bei den Befragten handelte es sich ausschließlich um Personen der Geschäftsführung oder in IT-Führungspositionen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

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