“Einmal waschen, schneiden, legen, bitte …” SALONWARE bringt den Friseursalon in die Wolke

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Was macht eine Frau, die 17 Jahre als Friseurin arbeitet, dann ihren Meister macht und sich mit einem eigenen Friseursalon selbstständig machen möchte, aber keine geeignete Software für die Verwaltung ihres neuen Salons findet? Sie lässt ich kurzerhand selbst eine entwickeln. Und als ob dies noch nicht genug wäre, soll es dann gleich ein Salon-Management-System im Software-as-a-Service (SaaS) Modell sein. Gibt’s nicht? – Gibt’s wohl! Die Friseurmeisterin mit Hang zur Software-Entwicklung heißt Regina Grabmaier und die SaaS-Lösung SALONWARE. In einem kurzen Interview blickt Frau Grabmaier nochmals zurück auf die Entstehungsgeschichte und erklärt, weshalb die “Generation Facebook” gut für ihr Business ist.

Frage: Mit SALONWARE bieten Sie eine Software-as-a-Service-Lösung ausschließlich für Friseurbetriebe. Können Sie kurz erzählen, wie es zur Entwicklung einer Software gerade für diese Zielgruppe kam?

Grabmaier: Das ist ein wirklich spannende Geschichte: Ich habe selbst 17 Jahre als Friseurin gearbeitet und auch meinen Friseurmeister gemacht. Da ich einen eigenen Friseursalon eröffnen wollte, war ich auf der Suche nach einer modernen Softwarelösung. Durch meine bisherige Berufstätigkeit und viele Messebesuche kannte ich schon viele Programme. Doch das richtige war nicht dabei.
Daher entwickelte ich zusammen mit einigen Partnern ein Konzept für eine komplett neue Software – basierend auf meinen Erfahrungen und den Anforderungen und Wünschen. In der zweijährigen Entwicklungszeit und Pilotphase entstand ein revolutionäres Salon-Management-System – speziell zugeschnitten für Friseurbetriebe. Auch haben wir während der Pilotphase mit sehr erfolgreichen Friseurunternehmen zusammengearbeitet.

Mein Vorhaben einen Friseursalon zu eröffnen habe ich auf Eis gelegt. Ich konzentrierte mich ganz auf die Weiterentwicklung und Vermarktung unserer Software. Seit 2009 wird unsere Branchenlösung SALONWARE nun erfolgreich in Deutschland und Österreich eingesetzt – sowohl von kleinen Familienbetrieben, Existenzgründern, aber auch Flagship-Stores und „Promi“-Friseuren in Großstädten.

Frage: Was gab den Ausschlag für die Entscheidung, die Lösung nicht im traditionellen Lizenzmodell, sondern als Software-as-a-Service anzubieten?

Grabmaier: Zu Beginn der Entwicklung im Jahr 2007 war der Trend zu Webanwendungen bereits erkennbar, so dass die Entwicklung einer „klassischen“ Software nicht mehr in Frage kam. Eine Software ohne Installation mit jedem Computer einfach nur nutzen – ohne manuelle Installation von Updates – ist perfekt für unsere Zielgruppe.

In vielen Gesprächen mit Friseurbetrieben haben wir dann festgestellt, dass die (meistens kleinen) Unternehmen nicht die finanzielle Möglichkeit haben für mehrere Tausend Euro eine Software zu kaufen. Auch möchte keiner mehr einen Leasingvertrag mit 4 oder 5 Jahren Laufzeit abschließen.

So entstand das kundenfreundliche Lizenzmodell mit einer monatlichen Nutzungspauschale ohne Mindestlaufzeit. Die monatlichen Kosten sind für den Kunden transparent und es gibt keine versteckten Kosten und keine zusätzliche Support-Pauschale. Die Nutzungsgebühr wird pro Salon berechnet – unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, Anzahl der Computer oder Umsatzhöhe. Die Software kann von einzelnen Salons oder auch von Filialbetrieben mit mehreren Salons genutzt werden.

Frage: Wenn ich mir einen traditionellen Friseurbetrieb vorstelle, dann liegt da auf dem Tresen ein Terminkalender mit z.T. unlesbaren Einträgen, die dann durchgestrichen werden, wenn der Kunde auf dem Frisierstuhl Platz nimmt. Was ich sagen möchte, der traditionelle Friseur macht mir zumindest nicht gerade den IT-affinen Eindruck. Wie verkauft man ihm also Software und dann auch noch Software-as-a-Service?

Grabmaier: Die heutige Generation „Facebook“ ist sehr offen für neue Technologien. Die klassischen Aufgaben im Salon, wie z.B. Termin- und Kundenverwaltung, Kasse, Lagerbestandsverwaltung, Bestellwesen, Arbeitszeitenerfassung, Mitarbeiterverwaltung oder Urlaubsplanung können mit einer modernen Software viel einfacher und effizienter durchgeführt werden. Die jungen Friseurmeister/innen möchten auch gerne im Salon mit einem Mac arbeiten, zu Hause aber mit einem Tablet-PC wie dem iPad und unterwegs mit einem Smartphone, z. B. einem iPhone. Das ist alles ohne Installation möglich.

Mit unserer Lösung können sich sogar die Friseurkunden selbst im Kundenportal anmelden und einen Termin über das Internet buchen oder die Dienstleistungen danach bewerten.
Durch die immensen Vorteile einer „Software as a Service“-Lösung verkauft sich unser Programm von alleine – ohne Telefonverkauf oder Außendienstmitarbeiter.

Frage: Wenn man sich die Lösung anschaut, dann deckt Salonware alle betriebswirtschaftlichen Bereiche eines Friseurbetriebs ab. Können Sie kurz etwas zu den einzelnen Modulen und der Preisgestaltung sagen?

Grabmaier: Es gibt derzeit zwei Versionen – SALONWARE Express und SALONWARE Professional. Die Express-Version für EUR 29,- zzgl. MwSt. pro Monat enthält bereits alles, was man für ein erfolgreiches Salon-Management benötigt, wie z. B. Terminkalender, Kasse, Kundenverwaltung, Mitarbeiterverwaltung, Arbeitszeiten- und Dienstplanverwaltung, Umsatzplanung, Marketingfunktionen (z. B. Newsletter-Versand), E-Mail/SMS-Versand, Reportings und Auswertungen und vieles mehr.

Die Professional-Version für EUR 49,- zzgl. MwSt. pro Monat bietet zusätzlich das Kundenportal mit Online-Terminvereinbarung und Bewertungsfunktion, sowie die automatisch Salon-Website, das Mitarbeiterportal mit Online-Urlaubsantrag und viele zusätzliche Kundenanalysen, wie z. B. die ABC-Analyse, Geographische Kundenanalyse, Altersstrukturanalyse, usw.

Frage: Welche Hürden sehen Sie bei der Vermarktung von SaaS-Lösungen in Deutschland im Allgemeinen und Ihrer Branchenlösung im Speziellen.

Grabmaier: Als Hürde sehe ich derzeit noch die zur Zeit noch nicht flächendeckende Versorgung der Unternehmen mit einem Breitband-Internetzugang in ländlichen Gegenden. Und natürlich wird es immer Unternehmer geben, die ihre Daten nicht außer Haus speichern möchten. Hier fehlt bei manchen noch das Vertrauen in die moderne Technik und in die Sicherheit des Systems. Ich bin der Meinung, dass die Daten in einem Hochsicherheitsrechenzentrum wesentlich sicherer sind, als auf einem PC, der in einem Friseursalon steht.

Vielen Dank für das Gespräch

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