„ERP-as-a-Service“ – Noch wenig verbreitet …

… aber mit Perspektive vor allem im Dienst-
leistungsbereich. So lautet das Fazit der von Trovarit durchgeführten Anwenderstudie. Die Marktforscher erklären: “Die Verbreitung von SaaS-Lösungen für Business Software ist bis dato insgesamt noch nicht sehr stark ausgeprägt: Immerhin knapp 11% der Teilnehmer geben an, dass sie derzeit SaaS in einer Business Software-Kategorie nutzen. Mit ca. 5% der Unternehmen ist SaaS im Bereich HR/Entgeltabrechnung am weitesten verbreitet, gefolgt von CRM mit ca. 4%.

In allen anderen Software-Kategorien liegt die Verbreitung im Bereich von 1% der Teilnehmer. Zumindest mittelfristige Planungen für die Nutzung des SaaS-Ansatzes weisen weitere ca. 12,7% der Teilnehmer auf. Bei den konkreten SaaS-Planungen (Einführung bis Ende 2010) finden sich mit dem Projektmanagement, CRM und Finanzbuchhaltung/Rechnungswesen Einsatzgebiete in den vorderen Reihen, für die nach Einschätzung der Teilnehmer der SaaS-Ansatz auch besonders geeignet erscheint. Konkrete Planungen in diesen Bereichen geben 3,3% bis 4,4% der Teilnehmer zu Protokoll.

Kenntnisstand erschreckend gering

Den Begriff „Software-as-a-Service“ können laut Befragung 31,3% der Teilnehmer gut erklären, 22,6% können mit dem Begriff dagegen gar nichts anfangen. Damit verfügen insgesamt ca. 69% aller Befragten bestenfalls über eine vage Vorstellung davon, was sich hinter „SaaS“ verbirgt. Andere Begriffe, wie z.B. „Software on Demand“ („Kann ich gut erklären“: 25,1%),„Application Service Providing“ (30,8%) oder auch „Application Hosting“ (28,6%), sind den Teilnehmern noch weniger vertraut. Im Gegensatz dazu fällt auf, dass die Teilnehmer vom Begriff „Software on Demand“ auffallend oft zumindest schon mal gehört haben – nur 16,1% kennen den Begriff gar nicht.

Trovarit-Studie SaaS-Kenntnisstand

ERP-as-a-Service – Pro und Contra

Aus Sicht der Teilnehmer sprechen vor allem die Unterstützung verteilter Unternehmensstrukturen (z.B. viele Standorte, Home Offices, Mobiler Außendienst etc.), Flexibilität im Hinblick auf Nutzungsumfang (und auch -dauer), die Übernahme des Betriebsrisikos durch den Dienstleister, hohe Kostentransparenz sowie hohe Datensicherheit für den Einsatz von ERP-Lösungen nach dem SaaS-Ansatz. Entsprechende Aussagen fanden jeweils bei über 50% der Studienteilnehmer starke bzw. uneingeschränkte Zustimmung (Zustimmung 8-10 auf einer Skala von 1-10). Vergleichsweise wenige Teilnehmer sind dagegen der Ansicht, dass sich durch den SaaS-Ansatz Einführungszeit (ca. 34%) und -kosten (ca. 28%) erheblich reduzieren lassen. Noch viel weniger Zustimmung fand das Argument, dass der SaaS-Ansatz die EDV-Integration besser unterstützt als herkömmliche Modelle (ca. 15%).

Trovarit Studie Pro-Argumente

Auf der Gegenseite der Argumentenbilanz rangiert die vermeintliche Abhängigkeit vom Service-Anbieter auf Platz eins (ca. 59% der Befragten stimmen der These zu). Mit deutlichem Abstand folgen dann „Schnittstellenprobleme“, „Mangelnde Flexibilität der Software“ und die daraus resultierende „Notwendigkeit zur Adaption der Geschäftsprozesse an die Software“ auf den Plätzen. Auf Platz fünf der Gegenargumente rangiert mit „Mangelnder Datensicherheit“ (ca. 46% der Teilnehmer) ein Aspekt, den andere Teilnehmer eher als Pluspunkt für SaaS einstufen. Kaum Probleme sehen die Studienteilnehmer bei Integrations- und Betriebskosten (je ca. 24% der Teilnehmer) oder gar in der „Mangelnden technischen Verfügbarkeit“ von SaaS (ca. 19%).

Trovarit Studie Contra-Argumente

Die detaillierte Vorstellung der Studienergebnisse erfolgt auf einer Trovarit-Veranstaltung am 3. Februar 2010 in Aachen. Weitere Informationen zur Veranstaltung, die von den Firmen SAP, myfactory und reporta unterstützt wird, sind im Internet unter www.trovarit.com/saas-studie/saas-event.html verfügbar. Darüber hinaus steht ein Whitepaper zu den Studienergebnissen zum kostenlosen Download zur Verfügung.


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