Daniel Fallmann Mindbreeze

Gastbeitrag Daniel Fallmann, Mindbreeze*): Herausforderung Big Data – Durchdringbares Datendickicht

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Gemäß einer aktuellen Studie von Cisco wird der weltweite IP-Datenverkehr von 2012 bis 2017 um das Dreifache auf insgesamt 1,4 Zettabyte – ein Zettabyte ist eine 1 mit 21 Nullen – steigen. Unzählige Daten bilden über kurz oder lang ein scheinbar undurchdringbares Datendickicht – entsprechend wächst die Herausforderung für Unternehmen, ihren Mitarbeitern relevante Daten zur Verfügung zu stellen – insbesondere seitdem diese darauf zunehmend mobil, jederzeit und überall zugreifen. Enterprise Search-Lösungen bieten Funktionen, die das Dickicht durchdringen und wachsende Datenmengen sicher und effizient nutzbar machen.


Angesichts der rasant ansteigenden Datenflut stehen Unternehmen vor der Herausforderung, sich die vorhandenen Informationen so zunutze zu machen, dass sie Wettbewerbsvorteile erarbeiten und ausbauen können. Hierfür sind Lösungen erforderlich, die über herkömmliche Suchmaschinen hinausgehen; Lösungen, die Daten nicht nur finden, sondern durch dynamische, Semantik-basierte Abfragen analysieren, aufbereiten und Zusammenhänge herstellen.

Semantische Suche

Semantik ist die Lehre oder Wissenschaft, die sich mit der Bedeutung von Zeichen auseinandersetzt. Darunter versteht man unter anderem Symbole, Wörter oder Phrasen. Neben den Sprachwissenschaftlern beschäftigen sich auch Informatiker damit. Sie müssen oft noch eine Ebene weiter unten beginnen, um die Maschinensprache, also die einzelnen Bytes, mit den menschlichen Zeichen und Buchstaben zu verbinden. Eine Stufe höher, bei der Software, werden die Bedeutungsinhalte durch Programmzeilen dargestellt. Diese müssen über eine eindeutige Syntax und eine genaue Semantik verfügen, da Computer im Gegensatz zum Menschen die Angaben nicht interpretieren können. Entsprechend hängt der semantische Aspekt einer Information strikt von den einzelnen Zeichen, Ziffern und Befehlen sowie deren Anordnung ab.

Ein Beispiel dafür bildet die Eingabe des Suchbegriffs “Dokument”. Da herkömmliche Suchmaschinen den Zusammenhang nicht erkennen und daher nicht nach Word-, Mail-, PDF- oder Formular-Dokumenten filtern können, zeigen sie alle Arten von Dokumenten an. Dies gilt auch für die verschiedenen Abteilungen, so landen Personal-, Geschäfts- und Rechnungsdokumente in der Ergebnisliste. Inzwischen wissen die meisten Mitarbeiter, dass die Eingabe nur eines Suchworts für ein effizientes Auffinden der gewünschten Ergebnisse in der Regel nicht genügt. Trotzdem geben sie aus Zeitgründen oder um die Suche nicht unnötig einzuschränken oft nur wenige Stichwörter ein. So sollten Anwendungen in der Lage sein, weitere Hintergrundinformationen und Zusammenhänge in der Suche zu berücksichtigen, um den Anwendern korrekte Resultate zu liefern. Daher erkennen moderne Suchmaschinen zeitliche und räumliche Zusammenhänge sowie begriffliche Beziehungen. So zeigen sie auf einem Computer der Rechtsabteilung zum Beispiel vorrangig rechtsrelevante Dokumente an. Dabei sollte sich die Suchmaschine aber auch „überlisten“ lassen, etwa wenn der Personaler nach einer Rechnung sucht, sowie sich ändernden Anforderungen automatisch anpassen.

Überall auf Daten zugreifen – aber sicher? Mobilität als Herausforderung

Entwicklungstrends wie die wachsende Verbreitung mobiler Devices stellen hohe Sicherheitsanforderungen. Unternehmen müssen nicht nur die Vielzahl der Smartphones, Tablets und Notebooks rechtskonform in ihre IT-Strukturen integrieren, sondern auch ihre Daten entsprechend der Compliance-Richtlinien auf diesen Geräten zur Verfügung stellen. Daher müssen sich Mitarbeiter mit mobilen Geräten immer am System anmelden. Entsprechende Single Sign-On Mechanismen, vorgegeben durch Standards wie SAML, ermöglichen die sichere und eindeutige Authentisierung des Benutzers. Einerseits durch einfache Benutzername- und Passwort-Abfrage, anderseits durch sichere, komfortable Zertifikate oder Pin-Abfragen. Führende Systeme unterstützen Standards wie Digital ID, die Anwender im Netz eindeutig und sicher identifizieren. Darüber hinaus dürfen Nutzer nur die Inhalte finden, die sie zum Zeitpunkt der Suche auch tatsächlich zumindest lesen dürfen (Rechteverwaltung). Außerdem muss die sichere Übertragung von Inhalten gewährleistet sein. Dafür stehen Mechanismen wie SSL oder entsprechende Sicherheitstunnel-Lösungen zur Verfügung.

Das Finden relevanter Inhalte reicht jedoch nicht aus. Die Inhalte sollen am Smartphone oder Tablet jederzeit gelesen werden können. Enterprise Search-Dienste machen daher alle Inhalte in den Indizes verfügbar und bieten eine HTML-Vorschau an. Darüber hinaus erlauben sie automatische Zusammenfassungen von Inhalten („Automatic Summarization“) und berücksichtigen die Besonderheiten mobiler Endgeräte, beispielsweise durch die Möglichkeit, Suchläufe mittels Spracheingabe zu starten, häufige Suchen jederzeit wiederholen zu können oder die Integration von Geo-Informationen.

Big Data im Griff

Enterprise Search-Lösungen wie jene von Mindbreeze bieten Unternehmen zahlreiche Vorteile. Mitarbeiter können auch von ihren Smartphones, Tablets und Notebooks jederzeit auf relevante Daten zugreifen – unabhängig davon, ob sie gerade beim Kunden, auf Geschäftsreise oder im Meeting sind. Durch intelligente Funktionen zur Rechteverwaltung und Nutzerauthentifizierung können sie sicher sein, dass die Unternehmensdaten dennoch geschützt sind. Dabei erleichtern den Mitarbeitern spezielle Eingabe-, Speicher- und Filterfunktionen die Suche am mobilen Gerät. Enterprise Search unterstützt Unternehmen dabei, Big Data kosteneffizient und nutzerfreundlich zu beherrschen und trägt zur Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter, zur Beschleunigung von Entscheidungs- und Geschäftsprozessen und dadurch zum Ausbau von Wettbewerbsvorteilen bei.

*) Über Daniel Fallmann:
Daniel Fallmann ist Gründer und Geschäftsführer von Mindbreeze. Das Unternehmen ist ein führender europäischer Softwareanbieter für Enterprise-Suchlösungen, Big Data und Digital Cognition mit Hauptsitz in Linz/Österreich. Die Produkte analysieren und verknüpfen Daten aus unterschiedlichsten Quellen und erstellen daraus einen Index. Dieser liefert bei Abfragen innerhalb weniger Sekunden eine konsolidierte Sicht auf den Suchbegriff. Als Cloud-Service konzipiert, sind die Produkte in allen Unternehmen ohne IT-Aufwand einsetzbar.

Ein Video-Interview mit Herrn Fallmann zum Thema Enterprise Search, Cloud Computing und Big Data finden Sie auf Cloud Computing TV.

Cloud Computing TV-Interview Daniel Fallmann Mindbreeze




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