Kein Aprilscherz: Salesforce.com eröffnet am 1. April Büro in Berlin

Zumindest hat der CRM-as-a-Service-Pionier dies in einer Pressemeldung gestern angekündigt. Grund für die Eröffnung sei die in der deutschen Hauptstadt besonders stark vertretene Startup-Szene. „Wir sehen einen großen Bedarf an cloud-basierten Services unter anderem in der Startup-Szene und freuen uns, dass unsere Vision des Internet of Customers in wachsenden deutschen Unternehmen wie Lieferheld, Sum up, Simpleshow und MyMüsli gelebt werden”, erklärt Joachim Schreiner, Senior Vice President, DACH Enterprise Sales bei salesforce.com. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Inbetriebnahme von drei neuen Rechenzentren angekündigt, eines davon in der “Datenschutz-Hochburg” Deutschland.


Während salesforce.com selbst in der Ankündigung nicht weiter auf die besondere Datenschutzaffinität in Deutschland eingeht, sondern die Erweiterungspläne allgemein mit einem erweiterten “Engagement in Europa mit neuen strategischen Investitionen” begründet, gehen Marktbeobachter davon aus, dass es sich insbesondere bei der Entscheidung für den Rechenzentrumsstandort Deutschland um eine Reaktion auf die – nicht zuletzt in Verbindung mit NSA- und PRISM-Skandal – immer noch hitzige Diskussion zum Thema Datenschutz und Datensicherheit handelt. Offiziell liest sich das bei salesforce.com dann wie folgt: “Cloud Computing ist der Motor von Wachstum und Innovation in Europa; deswegen konnte salesforce.com im Finanzjahr 2014 in Europa um 41 Prozent wachsen“, sagt Miguel Milano, President, EMEA bei salesforce.com. „Unser Rekordwachstum und Kunden-Momentum ist der Grund, warum salesforce.com seine Investitionen in Europa durch 500 neue Arbeitsplätze und die Eröffnung von drei neuen Rechenzentren in Deutschland, Großbritannien und Frankreich verstärkt.”

Snowdon, NSA, PRISM vs. Cloud Services Made in Germany

Doch gerade amerikanische Anbieter von SaaS- und Cloud Computing-Lösungen kämpfen seit den Snowdon-Enthüllungen mit einem höheren Misstrauen von Seiten europäischer und insbesondere deutscher Endanwender, die – das zeigen aktuelle Umfragen – den Standort eines Unternehmens als eines der wichtigsten Auswahlkriterien bei der Anbieterwahl nennen. Diese Haltung nutzen derzeit auch viele deutsche Software-as-a-Service- und Cloud Computing-Anbieter, die ihrerseits mit “Cloud Services Made in Germany” und einem Verbleib der Daten in Deutschland werben. Es bleibt abzuwarten, inwieweit es salesforce.com gelingen wird, mit einem Rechenzentrum in Deutschland diese Vorbehalte zu entkräften.

Weitere Informationen zu salesforce.com finden Sie im SaaS-Forum Lösungskatalog.




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