orgavision-Umfrage: Nachholbedarf in Sachen effektives Qualitätsmanagement bei Unternehmen in Deutschland und Österreich

In einer von der Firma orgavision durchgeführten Umfrage unter 1.000 deutschen und österreichischen Fach- und Führungskräften gaben zwar 66 Prozent aller Befragten an, dass sie integrierte Managementsysteme zur Einhaltung betrieblicher und regulatorischer Anforderungen in verschiedenen Bereichen im Einsatz haben, nur ein Bruchteil dieser Unternehmen nutzt laut Umfrage allerdings deren volles Potenzial. Als besonders auffällige Schwachstellen erweisen sich dabei – so orgavision in einer Presseveröffentlichung zu den Studienergebnissen- die Dokumentation von Prozessen und Maßnahmen, deren Kommunikation an die Mitarbeiter sowie die Nachverfolgung von Kenntnisnahme und Umsetzung. Welche Möglichkeiten dabei eine im Software-as-a-Service (SaaS) Modell angebotene Software-Lösung bietet, erklärt orgavision-Geschäftsführer Dr. Heiner van den Berg im nachfolgenden Interview.


Frage: Herr van den Berg, mit orgavision bieten Sie eine Software-as-a-Service-Lösung für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung an. Bitte erläutern Sie unseren Lesern doch einmal, welchen Nutzen der Einsatz von orgavision für Unternehmen hat.

van den Berg: Unser Slogan macht es vielleicht am einfachsten deutlich: „orgavision – die Bedienungsanleitung für Ihr Unternehmen“. In vielen Unternehmen besteht das Problem, dass den Mitarbeitern die innerbetrieblichen Prozesse, Verantwortlichkeiten und Regelungen nur unzureichend bekannt sind und die dazu gehörigen Informationen nicht aktuell, schlecht zu finden oder schlicht unverständlich sind. Selbst zertifizierte Unternehmen, die ja per definitionem über eine mehr oder minder umfassende Dokumentation, das QM-Handbuch, verfügen, sind oft nicht in der Lage, dieses Wissen in adäquater Form zur Verfügung zu stellen.

In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks und sich verschärfender regulatorischer Vorgaben müssen jedoch die Mitarbeiter, insbesondere neue, besonders schnell in die Lage versetzt werden, vorgegebenen und sich laufend ändernden Prozessen entsprechen zu können. Ohne schnellen und unkomplizierten Zugriff auf die entsprechenden Informationen ist dies jedoch nicht möglich.
Mangelnde Information und Kommunikation ist laut aktuellen Studien auch der Grund dafür, dass viele Projekte zur Optimierung von Geschäftsprozessen von vornherein daran scheitern, dass sie von den Mitarbeitern einfach nicht angenommen werden.

Hier setzen wir an: In einem Produkt vereint orgavision die Vorteile von QM-, Content Management- und Wissensmanagementsystemen. Es ermöglicht die Visualisierung von Organisationsstrukturen und Prozessen, bezieht die Mitarbeiter in den Dokumentationsprozess direkt ein und wird so zu der im Slogan angesprochenen „Bedienungsanleitung“, die von allen involvierten Instanzen auch wirklich genutzt und akzeptiert wird. Ein weiterer Schlüssel zu dieser Akzeptanz liegt im wirklich simplen und intuitiven Umgang mit der Lösung. Orgavision „kann“ praktisch jeder!

Frage: Wer möchte, kann orgavision auch im On-Premise-Betrieb auf eigenen Servern betreiben. Wie sieht das Verhältnis klassisches Lizenzgeschäft/SaaS aktuell aus?

van den Berg: Unser Geschäftsmodell ist ganz klar auf SaaS ausgelegt. Mehr als 98% unserer Kunden nutzen orgavision als Service. Allerdings handelt es sich bei den On-Premise Kunden meist um größere Unternehmen, oft mit mehreren tausend Nutzern, so dass sie ca. 25% der lizensierten Nutzer repräsentieren. Es gibt also durchaus technische und organisatorische Gründe, das System auf eigenen Servern zu betreiben.

Frage: Wann raten Sie Interessenten zum Eigenbetrieb, wann zur SaaS-Variante?

van den Berg: Selbst oder gerade in Zeiten einer knappen Milliarde Facebook Nutzer – manche Kunden können oder wollen Ihren Mitarbeitern keinen Zugriff auf das Internet gewähren. Und nach wie vor gibt es natürlich auch Bedenken, Daten auf „fremden“ Systemen zu hosten, auch wenn diese Vorbehalte meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt sind. Aber diesbezüglich entscheidet oft das Bauchgefühl – oder es liegt eine strategische Entscheidung pro On-Premise vor. In diesen Fällen ist eine weitere Argumentation sinnlos, obwohl SaaS fast immer die bessere Wahl hinsichtlich Kosten, Flexibilität, Schnelligkeit, Stabilität, Verfügbarkeit und auch Datensicherheit wäre. Insbesondere für den Mittelstand ist SaaS meiner Meinung nach ideal, aber gerade dort gibt es noch den größten Aufklärungsbedarf.

Frage: In Deutschland gibt es generell noch immer Vorbehalte gegenüber Software-as-a-Service und Cloud Computing. Stellen Sie diese Vorbehalte auch fest und, falls ja, wie begegnen Sie ihnen?

van den Berg: Wir begegen diesen Zweifeln täglich und und wir respektieren diese zur Gänze. Kunden haben ein untrügliches Gespür dafür, wenn etwas noch nicht „funktioniert“. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die größte Hürde nicht, wie oft vermutet, das Thema Datenschutz, sondern die Interoperabilität ist: Bei den On-Premise Lösungen haben sich in den letzten 30 Jahren rund um die dominanten Player Microsoft, SAP, Oracle, etc. große Eco-Systeme gebildet. Innerhalb dieser Lösungslandschaften können Kunden darauf vertrauen, dass Sie Beratung und Service, Add-ons und komplementäre Lösungen erhalten, wenn diese benötigt werden. Das soll natürlich nicht heissen, dass es hier zu keinerlei Problemen kommen kann, aber es handelt sich um ausgereifte Lösungsangebote.

Bei SaaS gibt es diese dominanten Player nicht, jede Lösung verfügt über eine eigene Nutzerverwaltung, die Verbindung mit und zu anderen Lösungen ist meist höchst rudimentär und selektiv. Aktuell existieren zwar technische Standards, aber eben keine echten De-facto Standards, um die herum solche SaaS Eco-Systeme entstehen könnten.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum eine ganz bestimmte Kategorie von Lösungen im SaaS-Umfeld die stärksten Wachstumsraten verzeichnen kann. Es sind dies Lösungen, die in sich ein vollwertiges Angebot darstellen und die besonders stark vom ortsunabhängigen Zugriff profitieren. orgavision gehört zu dieser Kategorie.

Frage: Wie wird sich das Thema Software-as-a-Service Ihrer Meinung nach weiter entwickeln? Wird das SaaS-Modell das traditionelle Lizenzgeschäft mittelfristig überflügeln oder wird es zu einem „friedlichen“ Nebeneinander kommen?

van den Berg: Aufgrund seiner vielfältigen Vorteile wird SaaS weiter an Bedeutung gewinnen. Auch der Megatrend ‚Mobile Computing‘ unterstützt den SaaS-Gedanken kräftig. Aber solange sich keine disruptive Technologie daraus entwickelt, wird es zu einer gleichrangigen Koexistenz beider Modelle kommen.

Vielen Dank für das Gespräch!



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