FastBill, Faktura, Finanzbuchhaltung, Rechnungssoftware

SaaS-Forum im Gespräch mit Christian Häfner, FastBill: Rechnungen schreiben und noch mehr

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Mit der Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung FastBill bietet der gleichnamige Hersteller eine Lösung, die speziell Firmengründern und kleinen Unternehmen die wiederkehrende und teilweise als lästig empfundene Abrechnung monatlicher Leistungen erleichtern soll. Bereits 2007 an den Start gegangen wurde die Lösung kontinuierlich erweitert. Dass FastBill mittlerweile weitaus mehr kann als nur Rechnungen schreiben und wie das Unternehmen das vorhandene Kundenpotiential insbesondere im Bereich der Firmenneugründungen nutzen möchte, erklärte uns FastBill-Geschäftsführer Christian Häfner in einem kurzen Gespräch.


Frage: FastBill gehört zu der wachsenden Zahl von Anbietern, die eine Fakturierungssoftware im SaaS-Modell speziell für Kleinunternehmer, Selbstständige und Freiberufler anbietet. Können Sie uns einen kurzen Rückblick auf die bisherige Firmengeschichte geben?

Häfner: FastBill wurde 2007 gegründet mit dem Ziel gegründet, wiederkehrende und lästige Aufgaben in der monatlichen Abrechnung durch Automatisierung und moderne Webtechnologien zu vereinfachen. 2011 erfolgte die Neugründung als GmbH und der Aufbau eines Vertriebsteams. Seitdem hat sich viel getan. Im Mai 2011 wurde FastBill unter die Finalisten beim Euro Cloud Award 2011 in der Kategorie „Best Startup“ gewählt. Im November 2011 erhielt FastBill von dem Fachmagazin t3n den Publikums-Award „Bester SaaS/Cloud-Service national“. Auch der stetig wachsende Kundenstamm gibt uns Rückenwind und bestätigt uns, dass wir einen „Nerv“ getroffen haben.

Auch inhaltlich hat sich FastBill weiter entwickelt. Zu Beginn lag der Fokus noch ganz klar auf der Fakturierung eigener Leistungen. Mittlerweile umfasst das System umfangreiche Funktionen u.a. für Belegarchivierung, Liquiditätskontrolle, Dokumenten- und Kontaktverwaltung, Zeiterfassung und Projektabrechnung. Darüber hinaus haben wir durch Kooperationen moderne Möglichkeiten geschaffen, die es so noch nicht in Deutschland gibt. So lassen sich z.B. Rechnungen dank der FastBill WebPayments auch über moderne Online-Zahlungsarten wie PayPal, Kreditkarte und Lastschrift bezahlen. Belege können mobil per Scan-App oder E-Mail Upload erfasst und auf Knopfdruck archiviert werden. FastBill ist also zu einer Komplettlösung für kleine und mittlere Unternehmen herangewachsen, der wir in Kürze mit einem frischen Design die Krone aufsetzen.

Frage: Beim doch sehr günstigen Preismodell spielt die Kundenzahl doch eine zentrale Rolle. Das Potential ist da: Laut KfW wagten beispielsweise 2010 knapp 940.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Welche Strategie verfolgen Sie, um dieses Potential für FastBill zu gewinnen?

Häfner: Ja, das Potential ist definitiv da und der Mehrwert von Cloud-Technologien wird mehr und mehr auf breiter Fläche erkannt, auch von Unternehmen. Aktuell sind Cloud-Technologien in großen Unternehmen sogar bereits weiter verbreitet als bei den KMU. Der Grund dafür ist vermutlich, dass das Einsparpotential und der Nutzen hier umso deutlicher spürbar sind.

Unsere Strategie ist es, kleinen Unternehmen schnell und unkompliziert zu zeigen, wie FastBill das Leben rund um Papierkram einfacher gestaltet. Dafür setzen wir neben einer transparenten Kommunikation u.a. auch auf Vertriebspartnerschaften. Natürlich spielt auch das faire Preismodell eine wichtige Rolle, denn professionelle Abrechnung muss nicht teuer sein. Außerdem sind die wenigsten kleinen Unternehmen Experten im Bereich der Buchhaltung und empfinden diese Arbeit als „lästig“ und „nervig“. Unsere Botschaft ist: jeder kann Papierkram professionell und einfach erledigen, auch ohne Schulung und Expertenwissen. Wir möchten, dass sich jedes Unternehmen auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren kann und der Papierkram zur Nebensache wird.

Darüber hinaus bedeutet „Cloud“ nicht nur örtliche Flexibilität und Datensicherheit, sondern auch geringe Kosten für den Einzelnen. Die ersten 30 Tage sind bei FastBill sogar vollständig kostenlos und unverbindlich. Wer den Mehrwert erkannt hat, für den sind die Kosten in Höhe von 5€ monatlich auch tragbar. Und wenn man die Zeit- und Aufwandsersparnis betrachtet, dann ist FastBill sogar ein deutlicher Gewinn.

Frage: Sie bieten für FastBill auch eine API an, d.h. man kann Ihre Lösung auch als Web Service in eigene Anwendungen einbauen. Für wen könnte dies interessant sein?

Häfner: Eine der wichtigsten Aufgaben einer webbasierten Software wie FastBill ist es, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, die Auffindbarkeit und Bereitstellung von Informationen zu beschleunigen, und eine rechtlich und formell korrekte Arbeitsumgebung zu schaffen.

FastBill fokussiert im Arbeitsalltag nicht nur auf einen ganz bestimmten Bereich – wie z.B. das Schreiben einer Rechnung – sondern ist eine Plattform für die wichtigsten zusammenhängenden Aufgaben, die jeder Freelancer und jedes kleine oder mittelgroße Unternehmen erledigen muss. Es ist der “kleinsten gemeinsame Nenner” auf dessen Basis zusammengehörende Aufgaben im Arbeitsalltag an einer Stelle erledigt werden.

Allerdings gibt es Anwendungsfälle, die nicht mehr Teil des FastBill-Systems sein sollen (Produktfokus) oder können (technische Grenzen). Dazu zählen z.B.:

  • Software für Projektmanagement, Web-Shops, Steuerberater-Tools etc.
  • firmenspezifische Software unserer Kunden
  • native Apps für mobile Geräte oder herstellerspezifische Plattformen

Damit die Vision vom einfachen und automatisierten Büroalltag wahr werden kann, müssen Geschäftsdaten über Schnittstellen zwischen diesen Systemen und FastBill ausgetauscht werden können. Mit der FastBill API wird das möglich. Wir richten wir uns also an alle Kunden, Interessierte und Software-Entwickler, die die Vorteile von FastBill gerne im bestehenden Ökosystem vorhandener Tools nutzen möchten.

Frage: Deutschland scheint zumindest nach Aussage einiger Marktforscher ein schwieriger SaaS-Markt zu sein, während das Konzept gerade im englischsprachigen Raum bereits viel etablierter ist. FastBill gibt’s auch in Englisch. Können Sie zu Ihrem internationalen Business – speziell natürlich im Vergleich zum deutschen Markt – etwas sagen?

Häfner: Diese Aussage ist nicht ganz so trivial, bzw. muss die Frage etwas eingegrenzt werden. Es gibt mehrere Gründe für das schnellere Wachstum von SaaS-Modellen im englischsprachigen Markt. Dazu zählen meines Erachtens Faktoren wie die initial höhere Reichweite, der stärke Fokus der Nutzer auf Einfachheit statt auf Vollständigkeit, und die Anforderungen an Gesetze und Datenschutz, sowie das daran geknüpfte Vertrauen der Nutzer in die Technologie.

Dennoch wird bei dieser Diskussion immer gerne ein wichtiges Argument vernachlässigt: In vielen Beispielen werden gerne kostenlose (oder Freemium-) Modelle für den „Consumer“-Markt als Erfolgsbeispiele betrachtet. Würde man jedoch nur den Umsatz reiner B2B-Modelle betrachten, dann sähe die Situation hierzulande gar nicht so schlecht aus.

Darüber hinaus denke ich, dass es einfacher ist von Deutschland in den englischsprachigen Markt zu expandieren als anders herum. Das Vertrauen der Nutzer in lokale Unternehmen und die allgemeine Sorge um Datensicherheit in Deutschland machen es sehr schwer für ausländische Unternehmen, hier Fuß zu fassen. Das gilt übrigens auch für B2C Modelle.

Für FastBill bedeutet das: Wir bauen unsere starke Position im deutschsprachigen Markt weiter aus und werden nach dem Start unserer neuen Version von FastBill auch sehr bald die Vermarktungsaktivitäten im englischsprachigen Ausland weiter ausbauen. Der Anfang ist bereits gemacht. Die nächsten Schritte sind der Aufbau eines englischsprachigen Vertriebsteams.

Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zu FastBill finden Sie im SaaS-Forum Lösungskatalog




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