Sebastian Maier von smooster (Bildquelle: smooster)

Software-as-a-Service für Designer: smooster – für (sorgen-) freies Web-Design

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Homepage-Baukästen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie erlauben es nahezu jedem, der weder Grafiker noch Entwickler ist, eine Website zu erstellen. Doch was verwenden professionelle Grafik- und Web-Designer, denen die Vorlagen und Vorgaben dieser Baukästen zu starr und Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress & Co mitunter zu überladen sind? Insbesondere dann, wenn sie im Arbeitsalltag mehrere Website-Projekte betreuen, Kunden sehr konkrete Vorstellungen haben und jede Zeitersparnis ein finanzieller Vorteil ist. Das Mannheimer Startup smooster schließt hier eine Lücke und bietet eine Software-as-a-Service-Lösung an, die den Arbeitsaufwand für Designer um bis zu 30 Prozent reduzieren – und gleichzeitig das vollkommen freie Umsetzen von Website-Layouts ermöglichen soll. Wie dies in der Praxis funktioniert, erläutert smooster-Gründer Sebastian Maier im nachfolgenden Interview:


Frage: Was ist smooster?

Maier: Offiziell ist smooster ein Content-Management-System. Tatsächlich verstehen wir es aber als Online- und Business-Tool, mit dem man seine professionell entworfenen Webseiten-Designs „1:1“, komfortabel und ohne unnötige Kompromisse und technische Hindernisse ins Netz bringen kann.

Frage: Ein Online- und Business-Tool? Was genau heißt das und für welche Zielgruppe?

Maier: smooster basiert auf dem Software-as-a-Service-Prinzip und richtet sich vor allem an Grafik- und Web-Designer. Die können mit unserem Tool schlüsselfertige Websites inklusive einem kundenfreundlichen Content-Management-System an ihre Kunden ausliefern. Dabei müssen weder die Designer noch deren Auftraggeber sich um technische Details wie Hosting, PHP-Programmierung, SQL-Datenbanken, Software-Updates und ähnliches kümmern. Das machen wir im Hintergrund. Und wer selbst keine Websites programmieren kann, der beauftragt einfach unser smooster-Team, seine in Photoshop, Illustrator oder InDesign erstellten Layouts webfähig umzusetzen – zu fairen Festpreisen und binnen 10 Tagen.

Frage: Woher kommt der Name?

Maier: smooster ist eine Wortkreation aus „smooth“ und „booster“. Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, wie einfach und „smooth“ man bei uns sein Website-Layout ins Netz bringen und seinen Kunden zur Verfügung stellen kann. Dabei ist es egal, ob man erfahrener Web-Designer oder klassischer Grafik-Designer ohne Programmierkenntnisse ist. Für beide bietet smooster eine professionelle Lösung.

Der “booster“ bezieht sich vor allem auf die von uns unterstützen Websites. Unser technisches Gerüst für diese Webseiten hat den Anspruch, „sauber programmiert“ und dadurch besonders schnell und SEO-optimiert zu sein. Und: Jeder Designer, der mit smooster arbeitet, stellt schnell fest, dass wir ihm zahlreiche Arbeitsschritte ersparen und so seinen Workflow optimieren – also auch hier „boosten“.

Frage: Worin unterscheidet Ihr Euch von den zahlreichen anderen CMS-Anbietern?

Maier: Bei uns stehen die Bedürfnisse und Anforderungen von Grafik- und Web-Designern im Mittelpunkt. smooster ist, auch hier, als unterstützendes Gerüst für freies Web-Design konzipiert. Wer damit arbeitet, kann sich vollkommen auf die Gestaltung der Website konzentrieren und sie mit seinem Kunden abstimmen. Um alles weitere, insbesondere den oft lästigen und zeitraubenden technischen Part, kümmern wir uns. Darüber hinaus ist unser CMS nicht überladen, leicht zu bedienen und damit besonders kundenfreundlich.

Frage: Ist smooster ein Webseiten-Baukasten?

Maier: Nein, denn bei smooster gibt es weder Vorlagen noch Vorgaben. Wer smooster nutzt, ist selbst für das Website-Design verantwortlich – und will das auch so.
Wie gesagt, smooster richtet sich in erster Linie an Profis – an Grafiker- und Web-Designer. Und sowohl die als auch deren Auftraggeber wollen in der Regel keine vorgefertigten Webseiten „von der Stange“, sondern ihre eigenen Vorstellungen, Bedürfnisse und Ideen umgesetzt sehen. Möglichst schnell, komfortabel und mit einem übersichtlichen CMS.

Frage: Ihr sagt, dass man mit smooster bis zu 30 Prozent effektiver Webseiten erstellen kann. Woran macht Ihr das fest?

Maier: Das ist schnell erklärt: Bei smooster muss man nichts installieren, nichts aufsetzen, nichts einrichten, nichts updaten wie bei anderen CMS. smooster ist als Software-as-a-Service (SaaS) gleich da und auf dem aktuellsten Stand. Man legt sofort mit der eigentlichen Arbeit los. Ein weiterer Teil der schnelleren Umsetzung kommt dadurch zustande, dass wir komplett auf eine skriptbasierte Template-Sprache verzichten. Das beschleunigt den Umsetzungsprozess ungemein. Web-Designer wissen das zu schätzen.

Frage: Was hat Dich eigentlich drauf gebracht, etwas für Designer zu machen? Gibt es da eine Geschichte?

Maier: Eher ein wiederkehrendes Erlebnis. Ich habe seit Jahren mit Designern zu tun. Und ich musste feststellen, dass sie von Entwicklern immer wieder den stoischen Satz „Das geht nicht.“ zu hören bekommen, wenn es um die Umsetzung ihrer Entwürfe und Kundenwünsche geht. Das weckte meinen Ehrgeiz, für sie einen Service und ein CMS zu entwickeln, mit dem sie nahezu jede Idee und jeder Kundenwunsch in Form einer hochwertigen Webseite umsetzen können. Zu fairen und übersichtlichen Preisen. So ist dann smooster entstanden. Und siehe da: Es geht doch.

Frage: Und was kostet smooster?

Maier: smooster kostet als professionelles B2B-Tool und CMS für Designer ab 9 Euro im Monat. Wer Erweiterungen wie einen Mini-Shop, weitere Sprach-Versionen, Domains oder E-Mail-Fächer benötigt, zahlt jeweils 3 Euro pro Monat und Erweiterung. Die webfähige Umsetzung einer Seite nach eigenem Entwurf ist bereits ab 399 Euro möglich – inklusive einem Korrekturgang, Kundensupport und Beratung seitens unseres Teams.

Wer steckt außer Dir noch hinter smooster?

Maier: Das smooster Kern-Team ist derzeit noch vergleichsweise klein, aber effektiv. Aktuell besteht es aus vier Personen. Hinzukommen noch einige Freelancer, auf die wir zurückgreifen können. Und bei der Umsetzung der Websites ist bei uns jeder im Team involviert. Sei es die direkte Umsetzung in HTML/CSS, die Inhaltspflege oder die Qualitätschecks, auf die wir sehr viel Wert legen.

Darüber hinaus ist Vivienne für das Marketing und Project Management verantwortlich. Madeleine für den Bereich Design, Blog und generell Social Media. Sandra kümmert sich um den Support und alles Organisatorische rund um smooster. Im Beirat von smooster sitzen außerdem Prof. Axel Kolaschnik, Prodekan der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim und der eine oder andere ehemalige Vorstand bzw. Manager des einen oder anderen DAX-Unternehmens.

Frage: smooster gibt es bereits seit 2012. In 2014 gab es einen Site-Relaunch und ein neues Produkt, oder?

Maier: Es ist nicht wirklich ein neues Produkt. Vielmehr haben wir Teile von smooster mit denen vorher nur wir gearbeitet haben, nun auch anderen zugänglich gemacht. Denn ursprünglich bestand unser Service darin, die Layouts von Designern webfähig umzusetzen, die selbst keine Programmierkenntnisse haben. Wir haben die Designs in Templates übertragen, sie in unser System geladen und als Webseite mit dahinterliegendem CMS an die Designer übergeben. Seit 2014 ist unser System nun gewissermaßen auch offen für andere Web-Designer. Sie können smooster als Tool nutzen, um den Entwurf einer statischen Webseite im Handumdrehen und voll bearbeitbar in ein CMS zu übertragen.

Vielen Dank für das Gespräch!

smooster-Einführungsvideo auf YouTube




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