Telekom: Neues Partnerprogramm für Softwarehäuser

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Aus einmaligen Lizenz- laufende Abo-Einnahmen machen und von regelmäßigen Umsatzströmen profitieren: SaaS ist die Lösung. Mit einem neuen Partnerprogramm möchte die Telekom Geschäftsmodelle und Applikationen deutscher Softwarehäuser in die Cloud transformieren.

Im Bereich Software stehen alle Zeichen auf Erfolg: Laut Internet-Branchenverband Bitkom wurden hierzulande 23 Milliarden Euro im Jahr 2017 mit Software umgesetzt. Für 2018 erwarten die Experten einen Zuwachs von sechs Prozent. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort. Ebenfalls im Trend bleibt SaaS. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Gartner prognostiziert für dieses Jahr weltweit rund 65 Milliarden Euro Umsatz (74 Milliarden US-Dollar) mit Software aus dem Rechenzentrum – fast ein Viertel mehr als noch im Vorjahr.

Microsoft und SAP machen vor, wie erfolgreich SaaS-Modelle funktionieren: So hat Office 365 dem Unternehmen aus Redmond kräftige Einnahmen beschert. Wie Microsoft Mitte 2018 bekanntgab, legte der Gewinn im vierten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent auf umgerechnet etwa 7,6 Milliarden Euro zu – die Bürosuite aus der Cloud hatte daran maßgeblichen Erfolg. Nicht anders in Walldorf: Erstmals wird SAP in diesem Jahr mehr Umsatz mit Mietsoftware aus der Cloud machen als mit traditionellen Software-Lizenzen, gab der deutsche ERP-Anbieter im Sommer 2018 bekannt.

Deutsche Unternehmen wollen SaaS

Fast die Hälfte (46 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland nutzt bereits die Vorteile von SaaS-Lösungen, zeigt eine Umfrage des Bitkom. Client-Server-Applikationen sind auf dem Rückzug. Aber noch haben längst nicht alle deutschen Softwarehäuser ihr Geschäftsmodell auf Cloud-Software ausgerichtet. Hilfestellung bieten Partnerprogramme. Sie unterstützen kleinere und mittlere Anbieter bei der Transformation in die Cloud. Ein Beispiel ist das neu aufgelegte Partnerprogramm SoftwareBoost von der Telekom. Vorteil für die Teilnehmer: Der Bonner Konzern unterstützt Anbieter mit Technologie- und Vermarktungs-Know-how. Cloud-Experten begleiten die Transformation bis zum Start des SaaS-Betriebs für die eigenen Kunden.

SoftwareBoost: IT-Ressourcen aus der Public Cloud

Die Telekom stellt den Teilnehmern IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud bereit: Softwarehäuser erhalten bis zu 250.000 Euro Startguthaben für das Public-Cloud-Angebot auf OpenStack-Basis. Die Telekom betreibt die Open Telekom Cloud in ihren eigenen Rechenzentren, was nicht nur Verfügbarkeit und Datensicherheit garantiert, sondern Datenschutz und Compliance auch nach Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gewährleistet: Da bei Diensten und Anwendungen im SaaS-Modell fast immer auch personenbezogene Daten übermittelt werden, ist ein angemessener, DSGVO-konformer Datenschutz entscheidend.

SoftwareBoost: IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud

SoftwareBoost: IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud

Qualifizieren sich Softwarehäuser für das Partnerprogramm, erhalten sie darüber hinaus ein vorgefertigtes White-Label-Framework zur Vermarktung ihrer Produkte. Hierüber lassen sich Websites, Blogs und Webshops ohne großen Aufwand erstellen, um die eigene SaaS-Lösung optimal auf dem Markt für die Kunden zu platzieren. Zudem setzt die Telekom auf gemeinsame Auftritte: SoftwareBoost-Partner werden auf Events wie etwa Branchen-Messen eingebunden und dürfen darüber hinaus mit dem Logo des Magenta-Konzerns für ihre Zwecke werben.

Interessierte Softwarehäuser können sich ab sofort für das Partnerprogramm online bewerben. Voraussetzung dafür ist laut Telekom ein spannendes digitales Geschäftsmodell.



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